Nov. 2011 15

Babydoll: Kleider aus vergangenen Zeiten

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Der Babydoll war ab Mitte der 1950er-Jahre als Nachtwäsche sehr begehrt und bestand aus Hemdchen und Pumphose. Das Hemdchen hatte abgesetzte Körbchen, war knapp unter der Brust sehr weit geschnitten und hatte meistens zwei schmale Träger oder Puffärmelchen. Als Material wurden Chiffon, Seide und Spitze genutzt. Der Babydoll war meist auch noch mit Rüschen besetzt und besaß das gewisse Etwas – etwas Mädchenhaftes. Bekannt wurde die Nachtwäsche durch den Film „Baby Doll – Begehre nicht des anderen Weib“ von Elia Kazan im Jahr 1956. Die Form des einstigen Nachthemds haben die Top-Designer wiederentdeckt und es straßentauglich umgestaltet. Dabei fiel das Pumphöschen weg, und nur noch das Hemdchen blieb übrig. Diese sogenannten Hängerchen sind heute unabhängig von Top-Designern in jedem Geschäft sowie im Internet zu finden und heiß begehrt. Vor allem in der Farbauswahl hat sich seit den 50er-Jahren einiges verändert. Waren die Farben in den 50er-Jahren meist noch auf die üblichen Unterwäschefarben, wie weiß und haut beschränkt, findet man heute die Hängerchen mit bunten All-Over-Prints und vielen verschiedenen, knalligen Uni-Farben. Besonders im Sommer ist das Babydoll-Kleid gern getragen, da es eine Leichtigkeit und Luftigkeit passend für die warme Jahreszeit mit sich bringt.

Die Hängerchen gibt es in verschiedenen Längen. Die Länge variiert zwischen hüft- bis knielang. Die Kleider sind gut mit Gürteln und Ketten zu stylen. Je nach Lust und Laune kann das Kleidchen so auf stylish oder auf schlicht verändert werden. Zum Babydoll-Kleid sind sowohl flache Ballerina wie auch leichte Sandalen im Sommer tragbar. Im Winter kann man das Kleid mit blickdichter Strumpfhose und Stiefeln sowie mit einem Langarm-Shirt gut kombinieren. Schmuck sollte abhängig von dem Design des Kleides verwendet werden. Je bunter der Print, desto weniger Schmuck ist empfehlenswert. Ebenso lassen sich zu den Kleidern Tücher und Schals entweder Ton in Ton oder in einer Komplementärfarbe tragen. Der Babydoll lässt sich auch lässig zu Jeans kombinieren und durch auffällige Gürtel gern auch im 60er-Jahre-Stil bändigen. Mit dem Babydoll-Oberteil können Frauen gut die kleinen Polster an der Hüfte kaschieren, da die Kleider hier besonders weit geschnitten sind. Frauen mit sehr weiblichen Rundungen sollten jedoch eher auf groß gemusterte Oberteile verzichten, da diese eher plakativ wirken und nicht kaschieren.

Neben der Veränderung in der Farbe hat sich auch viel bei dem Schnitt und der Stoffauswahl verändert. So ist der Grundschnitt des Babydoll beibehalten. Das Hängerchen ist spätestens ab der Brust weit. Jedoch gibt es inzwischen trägerlose Varianten oder Varianten mit nur einem Träger. Meistens sind die Babydoll-Hängerchen noch schlicht wie eh und je gehalten. Bei der Stoffauswahl sind inzwischen Baumwolle und Samt zu Chiffon, Viskose und Spitze hinzugekommen.

Die Preise für das Babydoll-Kleid liegen zwischen 13,99 Euro und 252,19 Euro (Stand: November 2011).

Foto © Alena Yakusheva – Fotolia.com

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